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Task Force Arbeitsmarkt

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Sozialminister Rudolf Hundstorfer haben am Mittwoch Vertreter der Autobranche und der Sozialpartner zu einer Task Force zum Thema “Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen” eingeladen. Dabei wurden vor allem die Kurzarbeit, die unternehmensbezogene Arbeitsmarktförderung und die Lehrlingsausbildung diskutiert. In einer anschließenden Pressekonferenz haben die beiden Minister die Themen gemeinsam mit KTM-Chef Stefan Pierer und Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, präsentiert.

Die Autobranche leidet stark unter der aus den USA importierten Krise. Mitte Februar waren 19.440 Arbeitnehmer des Sektors in Kurzarbeit, in allen Branchen waren es 27.575. Bis Ende März werden noch 5.458 Arbeitnehmer dazu kommen. In Summe werden dann 33.033 Menschen in Kurzarbeit sein. “Es ist jetzt wichtig, die Menschen in Beschäftigung zu halten, damit sie im Aufschwung den Unternehmen voll zur Verfügung stehen. Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz”, sagten die beiden Minister.

Kurzarbeit als wichtigste Maßnahme
Eine wichtige Maßnahme zur Bewältigung der Krise sei die Kurzarbeit, betonte der Sozialminister. Die Gesetzesnovelle befindet sich derzeit im parlamentarischen Prozess und wird am 26. Februar im Nationalrat und am 3. März im Bundesrat beschlossen werden. „Es wird dann möglich sein, die Kurzarbeit bis zu 18 Monate zu verlängern. Zu den wichtigen Neuerungen gehört auch die Möglichkeit, dass sich die Mitarbeiter mit finanzieller Unterstützung des Betriebes und des AMS während der Kurzarbeit weiter qualifizieren können. Auf diesem Weg kann die Kurzarbeit, als ein Instrument der Krisenbewältigung mithelfen, künftigem Facharbeitermangel vorzubeugen”, berichtete Hundstorfer.

Erleichterte Vergaberichtlinien bei unternehmensbezogener Arbeitsmarkförderung
Um möglichst viele Menschen in Beschäftigung zu halten, wurden die Vergaberichtlinien für die unternehmensbezogene Arbeitsmarktförderung mit Anfang Februar 2009 deutlich erleichtert. Die unternehmensbezogene Arbeitsmarktförderung ermöglicht Betrieben, die durch Projekte Arbeitsplätze schaffen, einen Zuschuss des Bundes. Dieser wird nach bisherigen Usancen von den Ländern verdoppelt. Es genügt nun die Einreichung eines in die Zukunft gerichteten Investitionsprojektes zur Sicherung von Arbeitsplätzen, um einen Zuschuss zu erhalten. Bisher mussten die Unternehmen im Ausmaß von zehn Prozent ihrer Belegschaft neue Arbeitsplätze schaffen.

Der Zuschuss richtet sich nach den EU-Beihilferegeln und den jeweils gültigen Höchstbeihilfesätzen. Das bedeutet für Regionalfördergebiete maximal 15 Prozent der Investitionssumme, für mittelgroße Unternehmen zusätzliche zehn Prozent und für Kleinunternehmen zusätzliche 20 Prozent. 2008 wurden dafür 30 Projekte mit einem Volumen von 25 Millionen Euro gefördert. Für 2009 und 2010 stehen jeweils 40 Millionen Euro zur Verfügung.

Stetige Verbesserung der Rahmenbedingungen der Lehrlingsausbildung
Die Verfügbarkeit von technischen Fachkräften ist für die österreichische Automobilbranche von besonderer Bedeutung. Sie beschäftigt Lehrlinge in rund 40, hauptsächlich technisch-handwerklichen, Lehrberufen. Mehr Flexibilität bei der Ausbildung erhält die Automobilbranche durch den neuen Modulberuf “Kraftfahrzeugtechnik”. Ab 1. Mai werden dabei die bisherigen Einzelberufe “Kraftfahrzeugtechnik” und “Kraftfahrzeugelektriker”, sowie der neue Beruf “Motorradtechnik” zu einem zweijährigen Grundmodul zusammengeführt. Erst dann müssen sich die Lehrlinge entscheiden, welche spezielle Sparte sie erlernen wollen. “Unsere Fachkräfte sind ein wesentlicher Wettbewerbs- und Standortfaktor. Gerade in Krisenzeiten ist dabei die qualitativ hochwertige Ausbildung unserer Jugendlichen wichtig, um gestärkt aus der Krise zu kommen”, sagte Mitterlehner. Jährlich entscheiden sich etwa 40 Prozent aller Pflichtschulabgänger für eine Lehrlingsausbildung. Derzeit befinden sich rund 131.000 Jugendliche in einer Lehrlingsausbildung, davon 40.000 im ersten Jahr.

Das 2008 neu in Kraft getretene Jugendbeschäftigungspaket läuft sehr gut an. Es schafft für Unternehmen zahlreiche Anreize, Lehrlinge auszubilden. 2009 sind dafür 450 Millionen Euro vorgesehen, davon 250 Millionen Euro für die betriebliche Ausbildung und 200 Millionen Euro für die überbetriebliche Ausbildung. „Jeder Lehrling bekommt im Rahmen der Beschäftigungsgarantie in überbetrieblichen Einrichtungen einen Ausbildungsplatz. Derzeit gibt es noch 3000 freie Plätze. Weitere Aufstockungen bei großer Nachfrage sind geplant”, schlossen Mitterlehner und Hundstorfer. Quelle: © Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend – Bild: photocase.com © tomka01

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