KMU sind in CSR-Bemühungen einzubinden
“Unternehmerische Verantwortung für die Anliegen der Gesellschaft und der Umwelt wird in Zukunft auch international ein Wettbewerbsfaktor sein. Das bietet für österreichische Unternehmen neue Chancen, die es auch weiterhin zu nützen gilt”, erklärte Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, am Mittwoch in Wien bei der Präsentation des neuen Leitbildes für Corporate Social Responsibility (CSR).
Seit dem 2002 erfolgten Start der Initiativen für eine verstärkte gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen hätten sich österreichische Unternehmen in der EU einen Spitzenplatz, was die Umsetzung von CSR betrifft, erobert. “Diese Führungsposition gilt es jetzt zu verteidigen und weiter auszubauen”, fuhr Marek fort.
Gerade in der aktuellen globalen Finanz- und Wirtschaftskrise bestehe die Gefahr eines Vertrauensverlustes in Unternehmen und in das marktwirtschaftliche Prinzip, verbunden mit der Gefahr von Wachstumsreduktionen und Wohlstandsverlusten. Daher seien vertrauensbildende Maßnahmen notwendig, und dabei spiele CSR eine wichtige Rolle, betonte die Staatssekretärin. Dazu bedürfe es eines deutlichen Bekenntnisses seitens der Regierung einerseits in Richtung Öffentlichkeit („Auf österreichische Unternehmen kann man sich verlassen, sie handeln verantwortungsbewusst und nachhaltig.”) und andererseits in Richtung Unternehmen („Verantwortung ist kein Luxus, sondern in schwierigen Zeiten Erfolgsfaktor und daher notwendiger denn je.”). Zu spüren sei aber bereits eine deutliche Sensibilisierung der Gesellschaft zum Prinzip Nachhaltigkeit. Und das sei der beste Anreiz für Unternehmen, sich verantwortungsvoll und nachhaltig zu verhalten, weil das dann vom Markt honoriert werde.
Entschieden widersprach Marek der These, dass CSR nur etwas “für die Großen” sei, weil KMU ja nicht von Millionenbonuszahlungen und Spekulationsverlusten betroffen seien. Auch KMU, so Marek, müssten sich fragen, welche Auswirkungen das unternehmerische Handeln für Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter/innen habe. Für das Wirtschaftsministerium sei es daher von Anfang an wichtig gewesen, dass die österreichische CSR-Initiative auch die besonderen Bedürfnisse von KMU berücksichtige.
“Das neue CSR-Leitbild soll daher internationalen Entwicklungen folgend CSR noch stärker als bisher als integralen Bestandteil der (Gesamt-)Unternehmensstrategie verankern und Unternehmen dabei unterstützen, entsprechende Managementstrategien zu entwickeln. Gleichzeitig soll es CSR als ‘Unique Selling Point’ (USP) österreichischer Unternehmen und des Wirtschaftsstandorts Österreich verankern. Damit soll es erstens klarmachen, dass sich CSR für die Unternehmen rechnet, zweitens das Bewusstsein für CSR in der breiten Öffentlichkeit und bei den Konsumenten verstärken und drittens einen Beitrag zur positiven internationalen Positionierung Österreichs leisten”, so Marek abschließend. Weitere Informationen: CSR – Corporate Social Responsibility – Neue ISO NORM. Quelle: © Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend – Bild: © stock.xchng (SXC) ljleavell
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